OGS Plus: Erfolg für die Bildungsgerechtigkeit

Bildungserfolg hängt immer noch zu sehr vom Elternhaus ab. Kinder, deren Eltern einen Hauptschulabschluss haben, schaffen deutlich seltener das Abitur als Kinder von Akademikern. Kinder haben also nicht die selben Chancen. Das müssen wir dringend ändern. Wir müssen als Gesellschaft das Versprechen „Aufstieg durch Bildung“ nicht nur vor uns hertragen, sondern mit konkreten Maßnahmen unterlegen und das Versprechen damit erneuern. Dabei muss der Grundsatz gelten: Kinder aus bildungsferneren Familien brauchen mehr Unterstützung. Um das wirklich strukturell umzusetzen, werden wir dort, wo es aufgrund der sozioökonomischen Situation und Heterogenität der Schülerschaft notwendig ist, systematisch OGS Plus Schulen einrichten. Dort wollen wir die Schulen mit mehr Personal, sei es Pädagogen, Minijobber für die Hausaufgabenbetreuung oder multiprofessionelle Teams stärker fördern. An diesen Schulen werden wir also deutlich mehr Geld pro OGS-Platz investieren. Das OGS Plus Programm ist damit ein Quantensprung für die Bildungsgerechtigkeit. Der Schulausschuss hat sich mit breiter Mehrheit für das Programm ausgesprochen. Möglich wird dies durch eine Erhöhung der Landeszuschüsse. Weiterhin baut die Stadt die OGS jährlich mit 300 zusätzlichen Plätzen aus. Beim quantitativen Ausbau ist nicht das Geld das Kernproblem, sondern der fehlende Raum. Oftmals scheitert eine Erhöhung der Plätze beispielsweise an einer zu kleinen Mensa. Deshalb hat für den Stadtrat der Neubau und die Sanierung von Schulgebäuden eine hohe Priorität, die wir leider durch lange Planungsverfahren und die personell angespannte Situation im städtischen Gebäudemanagement nur schrittweise umsetzen können.

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