Containerwohnungen für Studierende

Vor mittlerweile zwei Jahren hat die Koalition auf grüne Initiative hin beschlossen, dass die Verwaltung das Zusammenleben von Studierenden und Geflüchteten in den temporär errichteten Containeranlagen prüfen soll. Anfang April wurde dazu im Sozialausschuss berichtet. Dort hieß es zu unserem Erstaunen, dass die Container an der Siegburger Straße (die einzigen, die für das Projekt in Frage kämen) für Studierende zu weit außerhalb lägen. Außerdem merkte die Verwaltung an, dass sie vor einer möglichen Vermietung an Studierende energetisch saniert werden müssten und das eigentlich benötigte Highspeed Internet dort nicht vorhanden sei.

Wir finden es schade, dass dringend benötigter Wohnraum für Studierende mit solchen Argumenten zerredet wird. Uns war immer klar, dass diese Lösung nur für den Übergang vom Elternhaus in die Universitätsstadt nützlich sein kann. Aber gerade für Erstsemester ist der Einzug in solchen Wohnraum eine gute Möglichkeit, die Stadt kennenzulernen und vor Ort den hiesigen Wohnungsmarkt zu sondieren. Dafür braucht man für ein oder maximal zwei Semester auch keine Luxuswohnung.

Wir bleiben weiter am Ball und hoffen, dass noch eine Lösung gefunden wird. Die Container werden noch bis 2023 dort stehen und sind mit Geflüchteten nicht annähernd ausgelastet. Für sechs Semester könnten wir also in Bonn Studierenden die dringend benötigte erste Unterkunft bieten.

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